Fortbildungspflicht

Laut § 3 B Abs. 5 BerufsO LTK BW besteht für Tierärzte die Pflicht zur regelmäßigen Fortbildung.

Seit 01.02. 2011 gelten folgende Pflichtfortbildungsstunden (§ 3 B. Abs. 5 a. Satz 1) pro Kalenderjahr und unabh. von der Zahl der wöchentlichen Arbeitsstunden:

Tierärztin/Tierarzt im Beruf: 20 h im Kalenderjahr

Tierärztin/ Tierarzt mit

Zusatzbezeichnung: 24 h im Kalenderjahr, davon mind. 6 h im Bereich der Zusatzbezeichnung

Gebietsbezeichnung (Fachtierärztin/Fachtierarzt): 30 h im Kalenderjahr, davon mind. 15 h im jeweiligen Gebiet

Tierärztin/Tierarzt mit

Weiterbildungungsermächtigung: 40 h im Kalenderjahr, davon mind. 20 h im Gebiet/Teilgebiet/Bereich der Ermächtigung.

Sie führen mehr als eine Bezeichnung? Informationen und Beispielrechnungen, welche Fortbildungsstundenzahl für Sie gilt, finden Sie auf diesem Merkblatt. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle.

Anerkannte Fortbildungen:

Gem. § 3 B Abs. 5 a) BerufsO werden Fortbildungen berücksichtigt, die von einer deutschen Tierärztekammer oder der Akademie für tierärztliche Fortbildung der Bundestierärztekammer (ATF e.V.) anerkannt sind.

Kaufmännisch betriebswirtschaftliche Fortbildungen und Nichtpräsenz-Fortbildungen (Vortrag einschließlich Diskussion, praktische Übungen, E-Learning) können jeweils mit maximal 25 % der gesamten Fortbildungszeit anerkannt werden.

Die Teilnahme am Staatskurs der Akadvet wird mit 20 Fortbildungsstunden für das Jahr der Teilnahme anerkannt.

Nachweis der Fortbildung:

Die Erfüllung der Fortbildungspflicht ist nur auf schriftliche Anforderung der LTK BW dieser gegenüber nachzuweisen. Die Prüfung erfolgt

  • bei der Erteilung und Verlängerung der Weiterbildungsermächtigung,
  • stichprobenartig (idR werden dann alle Tierärzte eines Landkreises geprüft) oder
  • anlassbezogen (insbesondere bei Anhaltspunkten für die nicht fachgerechte Ausführung von Untersuchungen, Behandlungen etc.).

Ausnahmen von der Fortbildungspflicht:

ja, Tierärztin/Tierarzt ist nicht tierärztlich tätig:  hier gilt die allgemeine Verpflichtung zur beruflichen Fortbildung nach § 2 Abs. 3 Satz 1 BerufsO. Hier ist keine jährliche Mindesstundenzahl vorgegeben. Es düfte aber den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern, wenn die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen nachgewiesen werden kann.

nein, Teilzeitbeschäftigung verringert die Zahl der in § 3 B Abs. 5 a) BerufsO aufgeführten jährlichen Pflichtfortbildungsstunden nicht.